Vorovoro Island liegt in der Provinz Macuata im Norden von Vanua Levu. Die Riffe rund um die Insel gehören zu den Gebieten, in denen das Fischereiministerium Fijis Riesenmuscheln der Art Tridacna maxima wieder ansiedelt. Die Ergebnisse einer aktuellen Monitoring-Mission sind bemerkenswert: Die ausgesetzten Keimlinge haben eine Überlebensrate von 100 Prozent und sind auf das Drei- bis Vierfache ihrer ursprünglichen Grösse gewachsen.
Forschungsbeamter Onisimo Tubuna erklärte, dass die idealen biologischen Bedingungen und ein gesundes Korallenökosystem an diesem Standort entscheidend für den Erfolg seien. Vorovoro sei ein führendes Beispiel für wirksamen Meeresschutz und langfristige Nachhaltigkeit.
Das Team untersuchte auch die Riffe bei Galoa in der Provinz Bua, wo vor über einem Jahr Muscheln ausgesetzt wurden. Dort liegt die Überlebensrate bei 63 Prozent, und die verbliebenen Tiere zeigen kräftiges Wachstum. Darüber hinaus stellten die Forscher eine gesunde natürliche Population der Art Tridacna crocea fest, was die ökologische Eignung des Standorts bestätigt.
Riesenmuscheln spielen eine besondere Rolle im Riff. Sie filtern Wasser, lagern Nährstoffe ein und bieten anderen Organismen Lebensraum. In Fiji galten mehrere Arten über Jahrzehnte als stark gefährdet, weil sie für Fleisch, Schalen und den Aquarienhandel geerntet wurden. Seit den 1980er Jahren betreibt das Land Zuchtprogramme auf der Insel Makogai.
Was in Vorovoro zu sehen ist, zeigt, dass sich Geduld und Pflege auszahlen. Die Riffe erholen sich, Stück für Stück.
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