Jeden Herbst fliegen Millionen Monarchfalter bis zu 4.500 Kilometer von Kanada und den USA in die Bergwälder von Michoacán und dem Estado de México. Dort überwintern sie, dicht an dicht in den Tannen hängend, bis der Frühling sie wieder nach Norden zieht.
Neue Daten von WWF-Mexiko und der mexikanischen Naturschutzbehörde Conanp zeigen: In der Saison 2025/2026 bedeckten die Schmetterlingskolonien 2,93 Hektar Wald. Im Vorjahr waren es 1,79 Hektar. Das ist ein Anstieg um 64 Prozent und die grösste Fläche seit 2018.
Der Rückgang der Monarchfalter über die vergangenen Jahrzehnte war dramatisch: mehr als 80 Prozent seit den 1990er Jahren. Der Anstieg in dieser Saison ist ein Zeichen, dass die Schutzmassnahmen greifen. Aber er ist kein Grund zur Entwarnung. Die Population liegt noch weit unter den Werten, die als stabil gelten.
Im Biosphärenreservat arbeiten lokale Gemeinschaften seit Jahren daran, illegalen Holzeinschlag zu stoppen, Hänge aufzuforsten und nachhaltigen Tourismus aufzubauen. WWF-Mexiko unterstützt Baumschulen, die den Wald restaurieren und gleichzeitig Einkommen für die Familien der Region schaffen. Ein zweiter Bericht zeigt: Die Walddegradation im Kerngebiet des Reservats ging ebenfalls deutlich zurück.
Neun Kolonien wurden in dieser Saison gezählt: drei in Michoacán, sechs im Estado de México. Fünf davon liegen innerhalb des Reservats, vier ausserhalb.
Der Weg ist lang. Aber die Schmetterlinge fliegen ihn, und die Menschen am Boden halten den Wald bereit.
Quellen: