Am frühen Samstagmorgen setzte sich ein Marsch vom Dorf Namulomulo in Bewegung und endete am Regierungsgelände in Naulumatua. Es war der erste Yellow Ribbon Walk in der Provinz Bua, organisiert vom Fiji Corrections Service gemeinsam mit den Gemeinschaften der Region. 3.000 Menschen kamen.
Bua war die letzte der 14 Provinzen Fijis, die noch keine Vereinbarung mit dem Corrections Service über die Wiedereingliederung ehemaliger Häftlinge unterzeichnet hatte. Der Marsch sollte das ändern. Vor dem eigentlichen Walk fand ein Symposium statt, bei dem Vertreter der Behörde und die Menschen von Bua offen miteinander sprachen.
Der Paramount Chief, der Tui Bua, Ratu Makutu Nagavoka, sprach in seiner Ansprache davon, dass Bua ein schwer erreichbarer Ort sei. Man überquere Flüsse, reise über schwieriges Gelände, manchmal mit Booten. Dass so viele Menschen gekommen seien, sei ein Zeichen der Einigkeit und der Bereitschaft, zweite Chancen zu geben. Er betonte die Rolle der Vanua und der Familien bei der Wiedereingliederung. Oft seien die Menschen unwissend über die Lage ehemaliger Häftlinge, und genau diese Unwissenheit dränge sie zurück in die Kriminalität.
Sera Vakatalea, 43 Jahre alt und aus Nabouwalu, nannte den Walk etwas Neues für die Region. Er helfe den Menschen zu verstehen, warum Rückkehrer Unterstützung verdienen. Bernadette Delana, 60, sagte, es sei ihr erstes Mal bei einer solchen Veranstaltung. Der Marsch lehre, andere anzunehmen und füreinander zu sorgen.
Es ist ein stiller Schritt: 54 Dörfer einer Provinz, die beschliessen, ihre Türen zu öffnen.
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