Palau

Palau: Die Taro-Bäuerinnen bauen sich eine Zukunft

In Palau sind Frauen die Hüterinnen der Taro-Felder. Ein neues Programm hilft ihnen, aus der Subsistenz-Landwirtschaft eigene Betriebe zu machen. Sie verarbeiten Taro zu Chips und Mehl, beliefern Hotels und geben den Überschuss an Ältere in der Gemeinschaft weiter.

In Palau sagt ein Sprichwort: „A mesei a delal a telid.” Der Taro-Garten ist die Mutter unseres Lebens. Seit Generationen bauen Frauen das Wurzelgemüse in feuchten Feldern entlang der Küsten an. Taro ernährt Familien, dient als Zeichen von Wohlstand und wird bei Zeremonien ausgetauscht. Doch steigende Meeresspiegel, Salzwasser und Extremwetter bedrohen die Felder zunehmend.

Ein Programm der Asiatischen Entwicklungsbank unterstützt die Bäuerinnen jetzt dabei, ihre Arbeit auf eine neue Grundlage zu stellen. Sie erhalten klimaresistente Setzlinge, Schulungen im Trockenfeldbau und kleine Startgelder, um aus der reinen Versorgung eigene Unternehmen zu entwickeln. Einige verarbeiten Taro bereits zu Chips, Mehl und Desserts. Die Nachfrage aus dem Tourismus-Sektor wächst.

Rengulbai, eine Teilnehmerin des Programms, beschreibt den Wandel ganz einfach: Die Einnahmen sind gestiegen, und den überschüssigen Taro gibt sie an Ältere, Kranke und Menschen in der Gemeinschaft weiter, die nicht mehr selbst anbauen. Mesiwal Madlutk bewirtschaftet seit zwanzig Jahren ihre Farm in Ngermetengel. Für sie bleibt die Motivation klar: Familien sind auf die Ernte angewiesen, die sie anbaut.

Das Programm verbindet altes Wissen mit neuen Möglichkeiten. Die Frauen behalten ihre traditionelle Rolle als Hüterinnen des Taro, gewinnen aber wirtschaftliche Eigenständigkeit dazu.

Quellen

  1. https://islandtimes.org/resilient-roots-in-palau-women-scale-the-taro-value-chain-to-build-businesses-and-food-security/
  2. https://islandtimes.org/meet-the-women-next-door-farming-for-a-difference-in-their-community/